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Was ist die Verpackungsverordnung
(Verpack VO)? |
| Wer ist die „Der Grüne Punkt“
Duales System Deutschland GmbH (DSD)? |
| Wie wird die Arbeit der „Der Grüne
Punkt“ Duales System Deutschland GmbH (DSD) finanziert? |
| Was bedeutet der Grüne Punkt auf
Verpackungen? |
| Wie wird die Lizenzgebühr für
den Grünen Punkt errechnet? |
| Welche Entsorgungssysteme für Verkaufsverpackungen
werden den Berlinern angeboten? |
| Warum gibt es keine Behälter für
Altpapier und -pappe im öffentlichen Straßenland mehr? |
| Warum muss Altpapierentsorgung bezahlt
werden? |
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Was ist die Verpackungsverordnung (VERPACK VO) |
| Die Verordnung stellt eine wichtige gesetzliche Grundlage für die Arbeit der Dualen Systeme und ihrer beauftragten Entsorgungsunternehmen dar. Im Text werden u. a. die Verpackungsarten (Verkaufsverpackung, Umverpackung und Transportverpackung) definiert, Rechte und Pflichten von Herstellern, Vertreibern und Kunden im Umgang mit Verpackungen geregelt und die Quoten für die Sammlung und Sortierung der einzelnen Verpackungsfraktionen (Pappe/Papier, Glas, Kunststoffe, Verbundstoffe, Weißblech, Aluminium) festgelegt. |
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Wer ist die "Der Grüne Punkt" - Duales System Deutschland GmbH (DSD)? |
DSD ist eine Gesellschaft, die 1991 von Unternehmen des Handels und der Konsumgüter- und Verpackungsindustrie gegründet wurde. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Verpackungsverordnung in Deutschland umzusetzen. In der Verpackungsverordnung wird festgelegt, dass Hersteller und Vertreiber von Verkaufsverpackungen diese einer Verwertung zuführen müssen.
Der Handel wird verpflichtet, gebrauchte Verkaufsverpackungen vom Kunden zurückzunehmen. Diese Festlegungen treten außer Kraft, wenn sie an "Dritte" übergehen. Um Sammlung, Sortierung und Verwertung der Verpackungsmaterialien zu sichern, wurde DSD als möglicher "Dritter" gegründet. Damit gingen die Pflichten der Hersteller und des Handels an sie über. DSD hat Ihren zentralen Sitz in Köln und organisiert die Entsorgung von gebrauchten Verkaufsverpackungen in Deutschland. Dazu werden in jedem Landkreis und in jeder kreisfreien Stadt Entsorger mit der Organisation und Durchführung beauftragt. Seit 2006 bieten auch andere duale Systeme ihre Leistungen an. |
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Wie wird die Arbeit der "Der Grüne Punkt" - Duales System Deutschland GmbH (DSD) Finanziert? |
| Zur Finanzierung der Arbeit wurde in Deutschland der Grüne Punkt als Lizenzzeichen für wiederverwertbare Verkaufsverpackungen eingeführt. Herstellerfirmen, die den Grünen Punkt für Ihre Verkaufsverpackungen erhalten, zahlen dafür an DSD eine Lizenzgebühr. Damit sind sie von der Entsorgungspflicht lt. Verpackungsverordnung befreit und die Pflicht geht an DSD über. Die eingenommenen Lizenzgebühren werden u. a. zur Bezahlung der beauftragten Entsorgungsunternehmen eingesetzt. Die Gebühr, die ein Hersteller für den Grünen Punkt bezahlt, legt dieser auf den Warenpreis um und gibt sie damit an den Handel weiter. Schließlich bezahlt der Kunde beim Einkauf an der Kasse die Gebühr mit dem Warenpreis. Damit ist die Entsorgung der Verkaufsverpackungen, die der Kunde mit nach Hause nimmt, bereits vorfinanziert. Das bedeutet: die gebrauchten Verkaufsverpackungen können ohne weitere Kosten eingesammelt werden. Die beauftragten Entsorgungsunternehmen stellen dafür verschiedene Sammelmöglichkeiten zur Verfügung. |
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Was bedeutet der Grüne Punkt auf Verpackungen? |
| Der Grüne Punkt ist das Lizenzzeichen der „Der Grüne Punkt“ Duales System Deutschland GmbH (DSD) und kennzeichnet wieder verwertbare Verpackungen. Er ist kein Zeichen für besonders umweltfreundliche Verpackungen. Hersteller und Abfüller von Konsumgütern zahlen für den Grünen Punkt eine Lizenzgebühr an DSD. Dafür übernimmt DSD die Sammlung und Sortierung der leeren Verkaufsverpackungen. Die von DSD beauftagten Entsorgungsunternehmen stellen für die Sammlung solcher Verpackungen verschiedene Behälter zur Verfügung. Die Entsorgungsgebühr für Verpackungen mit dem Grünen Punkt wird bereits beim Einkauf bezahlt. Deshalb werden Gelbe Tonnen/Gelbe Säcke und Glassammelbehälter kostenfrei entleert. Die Leerung der Papiertonnen ist nur zum Teil kostenfrei. In den blauen Tonnen werden neben den Verpackungen aus Pappe und Papier mit dem Grünen Punkt zum größten Teil Druckerzeugnisse gesammelt. |
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Wie wird die Lizenzgebühr für den Grünen Punkt errechnet? |
| Bei der Errechnung der Lizenzgebühr für Verkaufsverpackungen werden folgende Faktoren berücksichtigt: Anzahl und Größe der in Umlauf gebrachten Verpackungen und Art der Verpackung (Woraus ist die Verpackung hergestellt, welcher Aufwand ist notwendig, diese Verpackung wieder zu verwerten?) Dabei ergibt sich, dass die Gebühren für Verpackungen aus Kunststoff oder Verbundmaterial am höchsten sind, weil die Verwertung sehr aufwendig ist. Günstiger liegen die Gebühren für Papier und Glas. |
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Welche Entsorgungssysteme für Verkaufsverpackungen werden den Berlinern angeboten? |
| Haushaltsnah auf Höfen von Mietshäusern stehen je nach Anzahl der Mieter 1.100 l - Container (4 Räder, gewölbter Schiebedeckel), 660 l - Container (4 Räder, flacher Schiebedeckel) und 240 l – Tonnen (2 Räder, Klappdeckel) zur Verfügung. Alle Tonnen werden für Glas, Papier und Gelbe Tonne angeboten. Auch Gewerbetreibende können die Verkaufsverpackungen über die Dualen Systeme einsammeln lassen. Über die Nutzung der Behälter wird ein Vertrag abgeschlossen, der auch die regelmäßige Entleerung beinhaltet.
Für die Bewohner von Einfamilienhäusern werden in mehr als 250 Ausgabestellen in Berlin Gelbe Säcke ausgegeben. Die Abholung erfolgt im zweiwöchigen Rhythmus.
Im öffentlichen Straßenland stehen für die getrennte Sammlung von weißem, braunen und grünem Glas
Sammel-Iglus zur Verfügung. |
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Warum gibt es keine Behälter für Altpapier und -pappe im öffentlichen Strassenland mehr? |
| 1. Vermüllung
Die Standorte der Papieriglus wurden immer mehr zu illegalen Müllablageplätzen.
Als Nutzer des öffentlichen Straßenlandes ist der Entsorger
für die Sauberkeit vor Ort verantwortlich.
2. Fremdnutzung
Die Behälter wurden für die Berliner aufgestellt, die
im Hausbereich keine Blaue Tonne zur Verfügung hatten. Sie
wurden aber immer mehr vor allem von Gewerbetreibenden missbräuchlich
genutzt.
3. Wirtschaftlichkeit
Die anfallenden Kosten für das Leeren der Behälter trugen
die jeweiligen Entsorgungsunternehmen. Das wurde unwirtschaftlich,
da auf dem Papiermarkt kaum Gewinne zu erzielen sind. Dazu kamen
sehr hohe Reinigungskosten für die Standorte, die immer wieder
als Sperrmüllablageflächen benutzt wurden.
4. Gerechte Entsorgungskosten
In Mietshäusern wird schon immer die Papierentsorgung anteilmäßig
bezahlt. 75 % des Inhaltes einer Papiertonne sind Zeitungen, Zeitschriften
und Werbeprospekte. Diese tragen keinen Grünen Punkt. Die Entsorgung
ist also nicht bereits beim Einkauf bezahlt. Sie muss von den Nutzern
der Tonne bezahlt werden.
Blaue Tonnen stehen für jede Wohnform zur Verfügung. Die
Entsorgungsleistung ist anteilig zu bezahlen. |
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Warum muss Alpapierentsorgung bezahlt werden? |
| Das Leeren einer Tonne für Pappe und Papier kostet genau so viel wie das Leeren einer Hausmülltonne. Für Kartons und Papier mit Grünem Punkt ist die Entsorgung bereits beim Einkauf bezahlt, für Zeitungen Zeitschriften und Werbeprospekte nicht. Diesen Anteil bezahlen die Nutzer der Tonnen. |
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