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Die Papierverwertung
gehört zu den Recyclingklassikern. Fasern aus Altpapier,
das heißt gebrauchten Papieren, Kartons und Pappen,
können drei- bis fünfmal verwertet werden. Die Rohstoffgrundlage
von Papier sind immer Fasern aus Holz. Diese werden als Zellstoff
oder Holzstoff (Primärfasern) zur Papierherstellung genutzt.
Der für die deutsche Papierindustrie wichtigste Rohstoff
ist jedoch Altpapier (Sekundärfasern). Hieraus werden
beispielsweise Kartonagen, Zeitungen, Küchenrollen, Briefumschläge
und Pappen hergestellt. Eine Sortierung des in den Haushalten
gesammelten Altpapiers ist für die Herstellung von Verpackungspapieren
im Allgemeinen nicht erforderlich. Für die Produktion
von grafischen Papieren wie Zeitungsdruckpapieren aus Altpapier
können gebrauchte Verpackungen nicht eingesetzt werden.
Für diesen Zweck ist eine Sortierung des Altpapiers notwendig.
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Bevor das Altpapier für die
Produktion verwendet werden kann, muss es aufbereitet werden.
Im Pulper, der wie ein überdimensionaler Küchenmixer
arbeitet, wird das Altpapier zunächst in Wasser aufgelöst
und zerfasert.

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Anschließend werden papierfremde
Bestandteile, etwa Büroklammern, entfernt. Für die
Herstellung von Verpackungspapieren ist die Entfernung von
Druckfarben nicht erforderlich. Bei der Herstellung grafischer
Papiere müssen sie jedoch
im so genannten De-Inking-Verfahren entfernt werden. Dabei
werden die Druckfarben mit Wasser, Natronlauge und Seife von
den Papierfasern gelöst.

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Je nach Anforderungen an das neu
herzustellende Papier müssen dem Altpapier frische Fasern
zugefügt werden. Entsprechend werden weitere Füll-
und Hilfsstoffe beigegeben. Anschließend wird der Faserstoff
gleichmäßig auf das Sieb der Papiermaschine verteilt,
wo er sich zu Papier verbindet. Die fertige Papierbahn wird
dann auf Walzen mit Druck entwässert, bevor ihr in der
Trockenpartie das restliche Wasser entzogen wird. Zeitungen
werden heute vollständig, Verpackungspapier und Pappen
zu fast 100 Prozent aus Altpapier hergestellt. Bei jedem Recyclingvorgang
werden die Fasern kürzer, bis sie sich schließlich
nicht mehr zu Papier verbinden können. Deshalb sind frische
Fasern nötig, um den Verwertungskreislauf in Gang zu
halten.

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